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Checklisten
Was du vor dem Start klärst oder bereitstellst: für eine Website, einen Onlineshop und eine App.
Nicht alles muss am ersten Tag entschieden sein. Aber jeder offene Punkt verschiebt den Start. Nimm die Liste zu deinem Projekt und hak ab, was schon geklärt ist; den Rest gehen wir gemeinsam durch.
Website
Unternehmen und Recht
- Firmenname, Rechtsform, Anschrift, vertretungsberechtigte Person (für das Impressum)
- Handelsregistereintrag, USt-IdNr., Kammer oder Aufsichtsbehörde, soweit vorhanden
- Impressum und Datenschutzerklärung: aus einem Generator (z. B. IT-Recht Kanzlei, eRecht24) oder von einer Kanzlei
- Drittdienste, die Daten verarbeiten (Karten, Buchung, Newsletter, Statistik): Jeder braucht einen Absatz in der Datenschutzerklärung
Domain und E-Mail
- Die Domain, und ob sie schon registriert ist (wo, und wer Zugang hat)
- Das Postfach, in dem Anfragen aus dem Kontaktformular ankommen
- Eine bestehende Website: wer Zugang hat und welche Seiten erreichbar bleiben müssen (Weiterleitungen)
Marke
- Logo als Vektordatei (SVG, PDF oder AI), falls vorhanden
- Farben und Schriften, falls festgelegt
- Zwei oder drei Websites, die dir gefallen, und was dir daran gefällt
Inhalte
- Wer die Texte schreibt, und bis wann
- Sprachen: nur Deutsch, oder Deutsch und Englisch
- Anrede: „du“ oder „Sie“
- Fotos: eigene, ein Shooting oder Stockfotos
- Referenzen und Kundenstimmen, mit Erlaubnis der genannten Personen
- Ein Blog: nur, wenn ihn jemand regelmäßig pflegt. Sonst lasse ich ihn weg
Ablauf
- Eine Ansprechperson, die Entwürfe freigibt
- Der gewünschte Starttermin
- Wer die Website nach dem Start pflegt
Onlineshop
Für einen Shop gilt dasselbe wie für eine Website, mit einem Unterschied: Einiges davon ist gesetzlich vorgeschrieben, bevor das erste Paket verschickt wird.
Unternehmen und Recht
- Firmenname, Rechtsform, Anschrift, vertretungsberechtigte Person (für das Impressum und die Herstellerangaben nach GPSR)
- Gewerbeanmeldung, USt-IdNr.; Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) ja oder nein
- Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Widerrufsbelehrung, Versand- und Zahlungsinformationen. Von einem Rechtstexte-Dienst (z. B. IT-Recht Kanzlei, Händlerbund) oder von einer Kanzlei
- Registrierung im Verpackungsregister LUCID, vor dem ersten Paket
- Warnhinweise zur Produktsicherheit, wo nötig (GPSR)
Verkauf
- Liefergebiet: nur Deutschland, DACH oder EU
- Versand: Versanddienstleister, Kosten pro Land, Grenze für kostenlosen Versand
- Retouren: wer den Rückversand zahlt und wohin Rücksendungen gehen
- Zahlung: ein Stripe-Konto auf den Namen deines Unternehmens (Karte, Apple Pay, Google Pay, weitere auf Wunsch)
Produkte
- Eine Produktliste mit Name, Beschreibung, Preis, Varianten (Größe, Farbe …) und Bestand
- Produktfotos, möglichst einheitlich und hell
- Kategorien, nach denen deine Kundschaft stöbert
Domain und E-Mail
- Die Domain, und ob sie schon registriert ist (wo, und wer Zugang hat)
- Eine Absenderadresse für Bestellmails und ein Postfach für Kundenfragen
- Ein bestehender Shop: Kunden, Bestellungen und Produkte, die übernommen werden sollen
Marke und Inhalte
- Logo als Vektordatei (SVG, PDF oder AI), Farben und Schriften, falls vorhanden
- Zwei oder drei Shops, die dir gefallen, und was dir daran gefällt
- Texte für Startseite, Über uns und Kontakt; Anrede „du“ oder „Sie“
Ablauf
- Eine Ansprechperson, die Entwürfe freigibt
- Der gewünschte Starttermin, und davor eine Testbestellung mit echter Zahlung
- Wer nach dem Start Bestellungen bearbeitet und den Shop pflegt
App
Eine App braucht vor allem Konten und Zuständigkeiten, die auf deinen Namen laufen. Was davon zutrifft, hängt daran, ob die App in die Stores kommt oder im Browser genügt.
Plattformen
- Welche Plattformen: iOS, Android, Web oder eine Kombination
- Ob die App in den App Store und zu Google Play soll, oder ob eine Web-App im Browser genügt
- Ob ältere Geräte oder Tablets unterstützt werden müssen
Store-Konten
- Ein Apple-Developer-Konto und ein Google-Play-Developer-Konto, beide auf den Namen deines Unternehmens, nicht auf meinen
- Eine D-U-N-S-Nummer für dein Unternehmen: Beide Stores verlangen sie für ein Unternehmenskonto, und die Vergabe kann einige Tage dauern
- Zugang für mich in beiden Konten, damit ich Testversionen hochladen kann
- Wer die Gebühren der Stores zahlt: bei Apple jährlich, bei Google einmalig
Anmeldung
- Ob Nutzer überhaupt ein Konto brauchen
- Wenn ja, wie sie sich anmelden: E-Mail und Passwort, Link per E-Mail, mit Apple oder mit Google
- Wer ein Konto anlegen kann, muss es in der App auch wieder löschen können. Beide Stores verlangen das
- Rollen: ob es zum Beispiel Admins, Mitarbeitende und Kunden mit unterschiedlichen Rechten gibt
Benachrichtigungen
- Push-Benachrichtigungen: ja oder nein, und wofür
- Wer sie auslöst: automatisch (z. B. bei einer neuen Buchung) oder von Hand verschickt
- Der Dienst, der sie zustellt (auf Android in der Regel Firebase Cloud Messaging von Google), gehört in die Datenschutzerklärung
Datenschutz
- Eine Datenschutzerklärung unter einer öffentlichen Adresse: Beide Stores verlangen den Link
- Die Datenschutzangaben im App Store und der Abschnitt „Datensicherheit“ bei Google Play: welche Daten die App erhebt und wofür
- Drittdienste in der App (Statistik, Absturzberichte, Karten, Zahlung): Jeder braucht eine Zeile in der Datenschutzerklärung und in den Store-Angaben
Backend und Daten
- Welche Daten die App speichert, und ob sie in Deutschland oder der EU liegen müssen
- Bestehende Systeme, an die die App angebunden wird (Warenwirtschaft, CRM, Website)
- Wer im Betrieb auf die Daten zugreifen muss, z. B. über eine Verwaltungsoberfläche
- Ob die App ohne Internetverbindung funktionieren muss
Veröffentlichung und Betrieb
- Wer neue Versionen in den Stores veröffentlicht: du oder ich
- Der Store-Eintrag: App-Name, Beschreibung, Screenshots, Symbol und eine Support-Adresse
- Testpersonen, die vor dem Start eine Testversion ausprobieren (TestFlight bei Apple, interner Test bei Google Play)
- Eine Ansprechperson, die Entwürfe freigibt
- Der gewünschte Starttermin, mit Puffer für die Prüfung durch die Stores
- Wer die App nach dem Start pflegt: Die Stores verlangen regelmäßig Updates für neue Betriebssystemversionen